Vorschau auf folgende Projekte, teilweise schon lieferbar (Titel sind anklickbar):

Wetter im Wandel
Begleitbuch zum Funkkolleg »Mensch und Klima« – Materialienband

von Regina Oehler, Utz Thimm, Karl-Heinz Wellmann (Hg.)

Daten Reich im Verborgenen
Das Berlin Document Center in Berlin-Zehlendorf

von Sabine Weißler, Wolfgang Schaeche (Hg.)

Ästhetik der Differenz
Postkoloniale Perspektiven vom 16. bis 21. Jahrhundert.
15 Fallstudien (2 Bände)

von Viktoria Schmidt-Linsenhoff

Vom Kupferstich zum Kirchenfenster
Kunst und Kultur in Hanau

von Ute Peukert, Maria Regina Kaiser (Hg.)

Das Amt
Alltag, Verwaltung, Öffentlichkeit
(Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung Band 46)

von Hessische Vereinigung für Volkskunde (Hg.)

Marburg
Streifzüge durch die jüngere Stadtgeschichte.
Ein Lesebuch 1960-2010

von Christian Schönholz, Karl Braun (Hg.)

Regina Oehler, Utz Thimm, Karl-Heinz Wellmann (Hg.)

Wetter im Wandel

Begleitbuch zum Funkkolleg »Mensch und Klima« – Materialienband

Seit es Menschen gibt, sind sie dem Wechselspiel von Wetter und Klima ausgesetzt: Sie müssen es erdulden, und sie gestalten es zugleich mit – wie alle anderen Lebewesen auch. Seit rund 200 Jahren aber beeinflussen wir Menschen die Witterung in einem immer dramatischeren Ausmaß. Wir vernichten einen Großteil der Wälder, verbrennen Kohle und Erdöl, entwickeln immer neue Industrien, intensivieren die Landwirtschaft immer weiter. Das führt zu einer weltweiten Erwärmung der Atmosphäre. Mit weit reichenden Konsequenzen für die Ökosysteme und für viele Lebewesen auf unserem Planeten: Veränderte Temperaturen bedingen veränderte Lebensformen und haben erhebliche soziale und sozioökonomische Folgen.
»Wetter im Wandel«, das Begleitbuch zum Funkkolleg »Mensch und Klima« von hr2-kultur, beleuchtet faszinierende Zusammenspiele und fragt kritisch nach dem Stand der Klimaforschung heute. Wie verlässlich sind die Prognosen zum Treibhauseffekt? Welchen Einfluss haben die Gestirne auf das Geschehen in den Wolken? Wie kam es zur Eiszeit? Welchen Einfluss hatte ein Klimawandel auf die Evolution des Menschen? Welche Optionen haben wir heute? Die Beiträge in diesem Reader richten sich an alle, die sich solide und allgemeinverständlich auf den Stand des Wissens bringen wollen. Das Buch ist zugleich ein Angebot an die Hörerinnen und Hörer des Funkkollegs »Mensch und Klima: Wetter im Wandel«, sich im Anschluss an die Radiosendungen in hr2-kultur mit den Themen der Sendereihe vertiefend zu befassen.

ISBN: 978-3-89445-438-8
ca. 160 Seiten, Pb.
17 × 24 cm
15,- EUR
(Oktober 2010)

Sabine Weißler, Wolfgang Schaeche (Hg.)

Daten Reich im Verborgenen

Das Berlin Document Center in Berlin-Zehlendorf

Das Buch beschreibt die Geschichte des Berlin Document Centers, kurz BDC, von seiner Entstehungsphase unmittelbar nach Kriegsende bis zur Überführung des Bestandes in das Bundesarchiv 1994 nach der Wiedervereinigung und dem Abzug der Alliierten aus Berlin und der Bundesrepublik. Es wird geschätzt, dass ca. 90 Prozent der Mitgliederkarteien der NSDAP und rd. 600.000 SS Personalakten gerettet werden konnten. Die Unterlagen zahlreicher NS-Organisationen sind Bestandteil des Archivs sowie mehr als 500.000 Akten aus dem Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und umfangreiche Parteikorrespondenz.
Dieses Material lagerte in einem auf den ersten Blick hin recht klein wirkenden Gebäudekomplex in Berlin-Zehlendorf. Die Siedlungshäuser, die eher wie Bauwerke im konformistisch-konservativen Heimatschutzstil der Nazi-Zeit wirkten, waren von der Deutschen Reichspost 1940/41 als »Telephonvermittlungsstelle« errichtet worden und überdeckten einen großen unterirdischen Bunkerkomplex, in dem Abhöranlagen kriegssicher untergebracht waren.
Die Existenz dieses großen Gedächtnisses, dass das BDC für das Nachkriegsdeutschland darstellte, beeinflusste die historische Forschung und die Politik. Bis in die heutige Zeit kommt es immer wieder zu Enthüllungen und Entdeckungen über verschwiegene NS-Mitgliedschaften und Verstrickungen von Personen mit dem NS-Regime, die vergessen, verleugnet waren. Viele makellose Biographien hielten einer Überprüfung nicht stand, waren am Ende weniger glänzend, dafür berichteten sie aber mehr über Leben und Redlichkeit unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur.
Der Schwerpunkt des Buches zielt also auf die Wirkungsgeschichte des Archivs. Sven Felix Kellerhoff wird ihr nachgehen, Stefan König und Sabine Weißler beschreiben den Alltag und die Beschwernisse im Umgang mit den unterschiedlichen Zugangskriterien für das Archiv. Wolfgang Schäche sucht die nebulöse Baugeschichte dieses merkwürdigen Komplexes auszuloten und Heinz Fehlauer beschreibt das BDC aus der Sicht des Mitarbeiters unter amerikanische Hoheit und den Übergang des brisanten Bestandes in das Bundesarchiv und damit unter die Regelungen des Bundesarchivgesetzes.

ISBN: 978-3-89445-440-1
ca. 128 Seiten, Pb.
ca. 30 Abb., 17 × 24 cm
10,- EUR
(November 2010)

Viktoria Schmidt-Linsenhoff

Ästhetik der Differenz

Postkoloniale Perspektiven vom 16. bis 21. Jahrhundert.
15 Fallstudien (2 Bände)

Das Buch untersucht ästhetische Spielräume innerhalb der europäischen Kolonialkulturen für Selbstreflexion und Selbstkritik, Subversion und Abweichung vom hegemonialen Diskurs. In fünfzehn Fallstudien werden historische Blickregimes und künstlerische Verfahren, Kunst- und Bildbegriffe diskutiert, die alternative Modelle der Erfahrung von Differenz antizipieren und heute in Hinblick auf eine zukünftige Dekolonisierung der visuellen Kultur von Interesse sind. Es geht um Einzelfälle, Ausnahmen und Varianten, die die Brüchigkeit der Stereotypen sichtbar machen und an den Bruchstellen neue Bilder aufscheinen lassen.
Die Fallstudien stecken drei Felder ab, die für eine Ästhetik der Differenz relevant sind: Künstler- und Entdeckermythen / weibliche Perspektiven / fremde Dinge. Im Mittelpunkt stehen Bilder und Texte von KünstlerInnen, die den theoretischen Rahmen der kulturwissenschaftlichen postcolonial und gender-studies nicht illustrativ bestätigen, sondern modifizieren und erweitern.
Georges Adéagbo, Marie Guilhelmine Benoist, André Breton, Vivant Denon, Eugène Delacroix, Jean de Léry, Paul Gauguin, Benedetto Gennari, Mona Hatoum, Hannah Höch, Gülsün Karamustafa, Else Lasker-Schüler, Glenn Ligon, Maria Sibylla Merian, Joshua Reynolds, Chéri Samba, Victor Segalen, Jan van der Straet, Benjamin West.

Viktoria Schmidt-Linsenhoff war Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Trier mit dem Schwerpunkt Postcolonial- und Gender-Studies. Informationen zu dem interdisziplinären Schwerpunkt auf der Homepage des CePoG (Centrum für Postcolonial und Gender Studies). Seit Wintersemester 2008/09 emeritiert.

ISBN: 978-3-89445-434-0 (2 Bände)
zusammen 576 Seiten, Pb.
450 Abb., 17 × 24 cm
40,- EUR
(Mai 2010)

Ute Peukert, Maria Regina Kaiser (Hg.)

Vom Kupferstich zum Kirchenfenster

Kunst und Kultur in Hanau

Heiner Boenckhe: Grimmelshausen in Hanau
Gertrud Kaiser: Zur Person des Baumeisters Girard – Ein Beitrag zur Baugeschichte von Schloß Philippsruhe (1702-1712)
Bruno Holzmann: Historisches zu Kunst und Kultur in Hanau
Michael Maaser: »Der Heros der Wissenschaft kam mir entgegen«. Goethe, Carl Caesar Leonhard und Hanau
Ralph-Rainer Wuthenow: Ludwig Emil, der Bruder der Brüder
Eugenie Börner: Perlen hessischer Malerei – Einblicke in die frühe Schaffensperiode des Hanauer Malers und Zeichners Reinhold Ewald (1890-1974)
Maria Regina Kaiser: Alois Metz – »der Magier des Lichts«
Josephine Gabler: August Gaul – Ein Großauheimer in Berlin
Leonhard Tomczyk: August Peukerts Mosaik- und Fensterglasentwürfe für den Sakralbau zwischen Fulda und Hanau
Ute Peukert: Facetten aus Leben und Werk des Malers, Graphikers, Mosaizisten und Kirchenfenstergestalters August Peukert
Alois Kottmann: Hanaus großer Sohn Paul Hindemith
Ute Peukert: Einblick in Lebens- und Berufserinnerungen von Gustav Neudecker

ISBN: 978-3-89445-439-5
ca. 176 Seiten, HC.
ca 100 Abb., 17 × 24 cm
25,- EUR
(Oktober 2010)

Hessische Vereinigung für Volkskunde (Hg.)

Das Amt

Alltag, Verwaltung, Öffentlichkeit
(Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung Band 46)

Kai-Detlev Sievers: Kulturgeschichte des Amtes
Hans-R. Fluck: Die Amtssprache
Carsten Sobik: Das Amtshaus aus Hungen. Verwaltungsort, Wohnhaus, Museumsobjekt
Ulf Wendler: Das Amt als sozialer Raum
Thomas Schindler: Das Rugamt in Nürnberg. Werden und Wirken einer spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Amtsstruktur zwischen pauschaler Zuschreibung und exemplarischer Wahrnehmung
Ulrich Brohm: Vom Amtsbezirk zum niedersächsischen Landkreis. Der Wandel der Kommunalverwaltung am Beispiel des Kreises Uelzen
Katrin Petersen: Das Amt im Spiel. Amtsinsignien in der Kinderpost
Matthias Fieder: Bestechlich, faul und trotzdem fleißig? Stereotypen in populären Amtsdarstellungen
Marita Metz-Becker: Das Ehrenamt
Berichte und Rezensionen
Andreas Wenzel: Freier Eintritt und feuchte Händedrücke
Monika Loerchner: Mein Ehrenamt
Volker Franke: Neue Verwaltung
Christine Dippold: Tagungsbericht zum 37. DGV-Kongress in Freiburg
Susanne Martin: Auf der anderen Spur
Sandra Geringer: zweimal Amt ganz anders

ISBN: 978-3-89445-431-9
ca. 200 Seiten, Pb.
ca. 20 Abb., 17 × 24 cm
30,- EUR
(Juni 2010)

Christian Schönholz, Karl Braun (Hg.)

Marburg

Streifzüge durch die jüngere Stadtgeschichte.
Ein Lesebuch 1960-2010

Ein halbes Jahrhundert Marburg, was ist da nicht alles in Stadt und Universität passiert! Und obwohl sich einige an dies oder das erinnern, fällt dennoch das meiste der Geschehnisse durch die Maschen der kollektiven Erinnerung.
Aus Anlass des 50. Jahrestags des Bestehens des Instituts für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft ist als studentisches Projekt dieses Lesebuch zu 50 Jahren Marburg entstanden. Die Marburger Europäische Ethnologie setzt so die Fachtradition von Studienprojekten, die in der Region und der Stadt angesiedelt sind und in diese eingreifen (z.B. Ausstellungen, Filme, Veröffentlichungen), auch zum eigenen Jubiläum fort.
Die vorliegende, von Studierenden zusammengetragene Materialsammlung kann zwar die Idee einer Land- und Zeitkarte im Maßstab 1:1 nicht umsetzen, liefert aber dennoch Texte und Bilder, die in ihrer Dichte und Aussagekraft eher unscheinbare Ereignisse wie große Tendenzen des Marburger Stadtgeschehens im Zeitraum 1960 bis 2010 plastisch wiedergeben, indem sie Vergessenes und Verdrängtes in Erinnerung rufen.
Das Lesebuch wendet sich mit den vielen Überraschungen, die dieser Streifzug durch die letzten Jahrzehnte bereithält, sowohl an Alt- wie Neu-Marburger; es eignet aber auch als erstes Schnupper-Erlebnis für SchülerInnen und Studierende, die sich Marburg als Studienort vorstellen können.

ISBN: 978-3-89445-437-1
ca. 204 Seiten, HC.
ca. 100 Abb., 17 × 24 cm
20,- EUR
(September 2010)